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Wien · Home & Objekte

Kein klassischer Hero. Ein horizontaler Bogen durch Material, Maß und Stimmung.

Wischen Sie die Kapitel entlang – jedes Panel ist ein anderer Schnitt durch unsere Arbeit: von experimenteller Tiefe bis zu greifbaren Zahlen.

Statt einer einzigen Bühne am Seitenanfang führen wir Sie quer durch Themen, die im klassischen Einrichtungsshop oft untergehen: wie wir Material lesen, warum wir Zahlen vor Storytelling setzen, und welche Kompromisse in Wiener Altbauten normal sind. Scrollen Sie nach unten zum horizontalen Band – oder nutzen Sie Mausrad und Shift, wenn Ihr Browser das unterstützt.

Warmer Wohnraum mit Farbakzenten – Hero-Stimmung Austelle
Atelier-Referenz · Wohnen, Tageslicht

Experiment

Schichten statt Fläche

Drei Schnitte, drei Tiefen – ein diagonal versetztes Raster, das bewusst den klassischen Vollbild-Helden verweigert. Im Atelier arbeiten wir oft mit Collagen aus bestehenden Räumen: ein Flur, ein Wohnbereich, ein Detail mit Grün – nicht, um „Trends“ zu zeigen, sondern um Abstände und Licht zu üben.

Jede Schicht steht für eine Frage: Wie viel Ruhe braucht die Fläche? Wo darf ein Möbelstück Dominanz haben, wo soll es zurücktreten? Wenn Sie später selbst kombinieren, erkennen Sie schneller, welches Teil nur auf dem Foto funktioniert – und welches auch ohne Filter tragfähig bleibt.

Innenraum mit reduzierter Lounge-Ästhetik
Pflanzenständer und Licht im Wohnbereich
Skandinavisch inspirierter Flur

Maßstäbe

Bevor Geschichten erzählt werden: harte Kanten

Wir beginnen mit Relationen – Lieferfenster, Materialzyklen, Projektvolumen. So entsteht Vertrauen ohne Marketing-Rausch. Geschichten über Handwerk sind schön; Zahlen sagen Ihnen, ob ein Sofa vor dem Umzug noch rechtzeitig fertig wird oder ob eine Tischlerei gerade volle Auftragsbücher hat.

Die Prozentzahl zur EU-Fertigung ist bewusst konservativ ausgewiesen: Sie schließt Handarbeit und kleine Manufakturen ein, die nicht jede Zertifizierung marketingtauglich dokumentieren. Wenn Sie ein konkretes Stück anfragen, nennen wir Ihnen die Herkunft im Angebot schriftlich – mit Lieferant, Material und erwarteter Produktionszeit.

14–28 Tage von Bestellung bis Studio-Abholung für Lagerartikel
62% der Stücke stammen aus EU-Fertigung in Kleinserien
1:1 Maßproben und Materialmuster vor Vollbestellung möglich

Hinweis: Sonderanfertigungen und Übersee-Lieferketten können die Spanne nach oben verlängern; bei Verzug informieren wir Sie vor dem geplanten Versanddatum und bieten Alternativen an, sofern möglich.

Interaktiv

Atmosphäre ist kein Zufall

Wählen Sie eine Stimmung – der Raum reagiert mit Farbinterpretation (CSS-Filter), wie es später Licht und Material tun werden. Warm neigt zu mehr Gold im Holz und weicheren Kontrasten; kühl zieht Grün- und Blauanteile hervor, was sich in Nordlicht-Hofwohnungen oft natürlicher anfühlt; erdig betont Ton- und Steinwärme, ohne dass der Raum „rustikal“ wirken muss.

Das ist keine Ersatz für eine Lichtplanung – aber ein schneller Check, ob Ihre Lieblingsfarbe am Monitor mit der späteren Abendstimmung kollidiert. Im Studio machen wir denselben Test mit echten Mustern und einer Tageslichtlampe.

Wohnraum mit warmen Farbakzenten

Erzählung

Vom Ring zur Ruhigstellung

Drei Mikro-Kapitel – keine Chronologie, sondern Stimmungsorte unseres Ateliers. Wien ist laut Verordnung und leise in den Innenhöfen; unsere Arbeit spielt in dieser Spannung. Wir denken Räume nicht als Instagram-Set, sondern als Alltag mit Kaffee, Arbeit, Gästen und den Jahren, in denen Oberflächen ehrlich altern dürfen.

1900 · Ring Historische Fensterproportionen als Maßstab für neue Leuchten – weniger nostalgisch, mehr Präzision. Hohe Sockel und tiefe Laibungen verlangen Leuchten mit ruhigem Körper, nicht mit grellen „Design“-Akzenten.
Heute · Gasse Schmale Schaufensterfront: wir zeigen nur wenige Objekte, dafür mit Raum zum Atmen dazwischen. Passanten lesen Materialien wie in einer kleinen Ausstellung; Kundinnen können ohne Druck stehen bleiben oder direkt klopfen.
Morgen · Wohnung Möbel, die nach dem Auspacken nicht „neu“ schreien, sondern sich einfügen. Wir achten auf Kantenradien, die gegen Wände stoßen dürfen, auf Oberflächen, die kleine Kratzer verschleifen, und auf Maße, die auch nach einem Umzug in einen anderen Altbau noch Sinn ergeben.

Editorial

Randnotiz zur österreichischen Ruhe

„Wir verkaufen keine kompletten Looks – wir verkaufen Entscheidungen, die morgen noch tragbar sind.“

Im deutschsprachigen Raum feiert man oft die „gemütliche“ Einrichtung. Austelle sucht eine andere Lesart: Wärme durch Materialwahrheit statt durch Dekorationslautstärke. Ein Raum darf kühl starten und durch Teppich, Holz und Licht langsamer werden – nicht durch zehn Kissen, die alle um Aufmerksamkeit konkurrieren.

Unsere Textilien kommen überwiegend ungefärbt oder in Pigmenten, die mit natürlichem Licht altern – ein Prozess, den wir im Studio sichtbar machen. Dazu liegen Muster rollenweise aus, damit Sie Faltenwurf und Griff spüren, nicht nur die Farbe auf dem Bildschirm sehen.

Besonders in österreichischen Altbauten entscheidet oft die Nuance zwischen „zu gelb“ und „zu grau“ über die Ruhe im Zimmer. Deshalb dokumentieren wir bei Beratungen Tageszeit und Himmelsrichtung – simpel, aber wirksamer als jede Trendliste.

Schlafzimmer mit erdigen Tönen

Bildausschnitt

Rückzug ohne Kitsch

Schlafzimmer sind politisch – sie entscheiden, wie wir uns den Tag aus dem Gedächtnis schieben. Diese Komposition nutzt vertikale Ruhe und horizontale Linien in Möbeln, nicht in Mustern. Zu viele dekorative Layer wirken nachts wie Rauschen; wir reduzieren auf Bett, Licht, eine lesbare Wand und Stauraum, der nicht ins Blickfeld drängt.

Erdige Töne funktionieren hier als Bühne für Haut, Leinen und Schatten – nicht als Farbstatement. Wenn Sie in Wien wenig Tageslicht haben, empfehlen wir matte statt hochglänzende Oberflächen und eine zweite, warme Lichtquelle statt einer einzelnen Deckenfläche.

Tiefe

Zwei Objekte, eine Bewegung

Überlagerung als Mutation: kein symmetrisches Raster, sondern versetzte Ebenen – so präsentieren wir Paarungen aus dem Sortiment. Ein Bild spricht von Stimmung und Farbwelt, das zweite von Handgriff und Alltag – etwa ein Regal, das in einer Nische sitzt, ohne die Wand optisch zu verkleinern.

So ähnlich entscheiden wir auch im Kundenprojekt: erst die große Fläche (Boden, Wand, Licht), dann die Objekte, die Sie täglich berühren. Wer das umkehrt, kauft oft zweimal – einmal impulsiv, einmal richtig.

Interior Trends Collage
Eckregal Detail

Ablauf

Wie wir zusammenfinden – in Fragmenten

Kein linearer „So geht’s“-Block am Seitenanfang. Stattdessen lose Chips, die Sie im Gespräch mit uns sortieren. Manche Kundinnen brauchen zuerst Materialmuster, andere einen klaren Liefertermin – die Reihenfolge ist offen, solange am Ende Maß und Budget zusammenpassen.

Samstags können Sie kurz vorbeischauen; für Beratungen mit Grundriss empfehlen wir einen Termin, damit wir ungestört Lineal und Laptop auf den Tisch legen können. E-Mail reicht oft für eine erste Einschätzung; wir antworten mit konkreten Fragen statt mit Broschürenfloskeln.

Kurzbesuch ohne Termin (Sa) Materialmap per E-Mail Lieferung innerhalb AT Rücknahme B2C nach Fernabsatzgesetz Begleitung bei Altbaulogistik

Haltung

Was wir nicht tun

Transparenz als UX: klare Negativliste, damit Erwartungen nicht kollidieren. Wir möchten nichts versprechen, was Logistik oder Handwerk nicht halten kann – das schützt Sie vor Frust und uns vor Retouren, die niemand braucht.

Wenn ein Produkt nicht zu Ihrem Projekt passt, sagen wir das lieber vor dem Kauf. Dafür brauchen wir manchmal Fotos von den relevanten Ecken oder den genauen Treppenhausmaß – je konkreter, desto ehrlicher unsere Antwort.

  • Keine Massenimporte ohne Herkunftsnachweis
  • Kein dauerhaftes Sale-Karussell
  • Keine KI-generierten Produktfotos
  • Keine versteckten Abo-Fallen im Checkout

Positive Ergänzung: Wir dokumentieren Lieferungen mit Fotos vom Packzustand, wenn Sie das wünschen, und halten Ersatzteile für ausgewählte Serien vor, solange der Lieferant sie führt.

Nächster Schritt

Objekte ansehen oder direkt ins Gespräch

Schicken Sie uns Grundriss-Skizzen oder Fotos – wir antworten mit einer ehrlichen Einschätzung, ob Einzelstücke oder eine größere Beratung sinnvoll ist.

Nennen Sie uns idealerweise Budgetrahmen, Zeitfenster und ob Sie mieten oder besitzen – dann schlagen wir keine Lösungen vor, die Ihren Vertrag oder Ihre Nachbarn ignorieren. Für erste Orientierung reicht eine kurze Liste der Möbel, die Sie ersetzen möchten; wir priorisieren mit Ihnen, was zuerst Ruhe ins Zimmer bringt.