Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
1. Geltungsbereich und Vertragsschluss
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln das Vertragsverhältnis zwischen Austelle (nachfolgend „Anbieter“) und Verbraucherinnen sowie Unternehmern (nachfolgend „Kundin“ bzw. „Kunde“ oder zusammen „Kunden“) über den Erwerb von Einrichtungsgegenständen, Textilien, Beleuchtung, Accessoires und damit verbundene Beratungs- sowie Montageleistungen. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich schriftlich zu.
Die Darstellung von Produkten auf austelle.online stellt ein rechtlich bindendes Angebot dar, sofern nicht ausdrücklich als unverbindlich gekennzeichnet. Durch Absenden einer Bestellung per E-Mail oder über ein Online-Formular gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Bestellung schriftlich (E-Mail) bestätigt oder die Ware versendet. Bei Zahlung auf Vorkasse kommt der Vertrag unter aufschiebender Bedingung zustande; er wird wirksam, sobald der Zahlungseingang verbucht ist.
2. Nutzung der Website
Die Website dient der Information über Sortiment, Preise und Leistungen sowie der technischen Abwicklung von Bestellungen. Es ist untersagt, die Inhalte automatisiert auszulesen (Scraping), Sicherheitsmechanismen zu umgehen oder die Infrastruktur in einer Weise zu nutzen, die die Verfügbarkeit beeinträchtigt. Urheberrechtlich geschützte Inhalte – Texte, Fotografien, Layouts – dürfen ohne Zustimmung nicht vervielfältigt oder öffentlich zugänglich gemacht werden. Marken und Logos bleiben Eigentum des Anbieters oder der jeweiligen Rechteinhaber.
3. Pflichten und Verhalten der Kunden
Der Kunde hat bei Bestellungen wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Zahlungsverpflichtungen einzuhalten. Bei Maßanfertigungen obliegt es dem Kunden, Maße und Raumbedingungen sorgfältig zu prüfen; nachträgliche Änderungen können mit Mehrkosten verbunden sein oder technisch nicht mehr möglich sein. Der Kunde stellt sicher, dass Lieferadressen zu den angegebenen Zeiten zugänglich sind und rechtliche Voraussetzungen für Montagearbeiten (z. B. Hausordnung, Genehmigungen) geklärt sind, soweit diese nicht ausdrücklich vom Anbieter übernommen wurden.
4. Produktbeschreibungen und Leistungsumfang
Farben und Texturen von Naturmaterialien (Holz, Stein, Textilien) können innerhalb handelsüblicher Toleranzen variieren; das stellt keinen Mangel dar, solange die Wesensart des Produkts erhalten bleibt. Maßangaben beziehen sich auf Fertigware, sofern nicht anders gekennzeichnet. Beratungsleistungen umfassen die vereinbarte Zeit und den dokumentierten Leistungsinhalt; zusätzliche Vor-Ort-Termine werden gesondert berechnet, sofern nicht ausdrücklich inkludiert. Montageleistungen schließen elektrotechnische Arbeiten nur ein, wenn dies gesondert vereinbart ist.
5. Preise, Zahlung und Eigentumsvorbehalt
Alle Preise sind in Euro ausgewiesen und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich als Nettopreis gekennzeichnet (B2B innergemeinschaftlich). Versand- und Verpackungskosten werden gesondert ausgewiesen, soweit sie nicht bereits im Produktpreis enthalten sind. Zahlungsarten werden im Bestellprozess oder in der Auftragsbestätigung mitgeteilt; der Anbieter behält sich vor, einzelne Zahlungsarten auszuschließen. Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Zahlung Eigentum des Anbieters (verlängerter Eigentumsvorbehalt gemäß § 1063 ABGB analog für Unternehmergeschäfte, soweit anwendbar).
6. Lieferung, Gefahrübergang und Annahme
Lieferfristen sind, sofern nicht verbindlich zugesagt, unverbindlich; über Verzögerungen informieren wir zeitnah. Die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung geht auf den Kunden über, sobald die Ware dem Spediteur übergeben wurde oder im Studio zur Abholung bereitsteht und der Kunde informiert wurde. Nimmt der Kunde die Ware trotz Zustellankündigung nicht an, kann der Anbieter nach angemessener Frist vom Vertrag zurücktreten oder Lagerkosten berechnen.
7. Gewährleistung und Haftungsbeschränkung
Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Mängel sind unverzüglich schriftlich zu rügen, wobei offensichtliche Mängel innerhalb von zwei Wochen nach Lieferung mitzuteilen sind. Für Unternehmer beträgt die Gewährleistungsfrist für bewegliche Sachen ein Jahr ab Gefahrübergang, soweit nicht etwas anderes vereinbart ist. Schadenersatzansprüche gegen den Anbieter bestehen – außerhalb der Haftung für Personenschäden – nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit; bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.
Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit bei Datenverlust wird ausgeschlossen, soweit nicht zwingendes Recht entgegensteht. Diese Beschränkungen gelten nicht für arglistiges Verschweigen von Mängeln oder die Übernahme einer Garantie.
8. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbraucher haben ein vierzehntägiges Widerrufsrecht gemäß FAGG, sofern nicht gesetzliche Ausnahmen greifen (z. B. maßgefertigte Waren, die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind). Das Widerrufsrecht beginnt mit Erhalt der Ware. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung der Widerrufserklärung. Folgen des Widerrufs und Kostentragung bei Rücksendung richten sich nach §§ 11 ff FAGG. Eine Muster-Widerrufsbelehrung wird mit der Auftragsbestätigung zur Verfügung gestellt.
9. Beendigung von Dienstleistungsverträgen
Langfristige Beratungs- oder Betreuungsverträge können – sofern vereinbart – von beiden Parteien unter Einhaltung einer angemessenen Kündigungsfrist gekündigt werden. Bereits erbrachte Teilleistungen und angefallene Fremdkosten sind zu vergüten. Bei wichtigem Grund ist eine fristlose Kündigung möglich; ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn trotz Abmahnung erhebliche Pflichtverletzungen fortbestehen.
10. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt österreichisches materielles Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Verbraucher gilt der Gerichtsstand des Wohnsitzes des Verbrauchers, sofern zwingende Verbraucherschutzvorschriften nichts anderes vorsehen. Für Kaufleute ist Gerichtsstand Wien vereinbart, sofern gesetzlich zulässig.
11. Schlussbestimmungen
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt. An die Stelle unwirksamer Klauseln tritt eine wirtschaftlich möglichst gleichwertige Ersatzregelung. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform; dies gilt auch für die Aufhebung des Schriftformerfordernisses.